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Unsere GegnerIm folgenden wollen wir unseren (virtuellen) Gegner, den Wehrhahn-Konzern, analysieren. Man muß zunächst einmal wissen, dass die Gemeinde Dornburg ja die Eigentümerin des Dorndorfer Steinbruches ist und die Basalt-Actien-Gesellschaft als Tochterunternehmen der Wehrhahn-Gruppe lediglich die Pächterin. Wir haben als Eigentümerin also prinzipiell gute Karten und unsere Gemeindevertreter können nein sagen zu einem Antrag auf Erweiterung des jetzigen Abbaugebietes. Wer also ist der Wehrhahn-Konzern? Wir haben uns den aktuellen Geschäftsbericht des Jahres 2000 besorgt und die markanten Informationen zusammen getragen, damit dem Leser die Dimensionen einmal klar werden. Bei der folgenden Betrachtungsweise sind wir uns durchaus darüber bewußt, dass die Zahlen und Informationen "erschlagend" sein können und einige Konzentration und teilweise auch betriebswirtschaftliches Hintergrundwissen erfordern. Sollten Sie also nicht gewillt oder bereit sein, die folgende Zahlenflut über sich ergehen zu lassen, so verweisen wir an dieser Stelle auf die Zusammenfassung im Ende unserer Ausführungen, die noch einmal die markanten Ergebnisse festhält. Gliederung des Beitrages 1. Die Unternehmens- und Geschäftsbereiche sowie Beteiligungen der Wehrhahngruppe
Der Wehrhahn-Konzern gliedert sich gemäß Geschäftsbericht in vier Unternehmensbereiche, denen wiederum Geschäftsbereiche zugeteilt sind. Die Basalt-Actien-Gesellschaft, die ja als Tochterunternehmen des Gesamtkonzerns fungiert und Betreiberin des Dorndorfer Steinbruches ist, gehört zum Geschäftsbereich Natursteine.
Wir reden also insgesamt über ca. 240 Unternehmen, die dem Gesamtkonzern angehören. Der Gesamtkonzern hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000 einen Umsatzerlös von über 4 Mrd. DM (!), ausgeschrieben 4.017.980.000 DM, der sich auf die vier Unternehmensbereiche wie folgt aufteilt: Der Unternehmensbereich Baustoffe mit den Geschäftsfeldern Natursteinprodukte (Straßen-, Gleis- und Wasserbau), Asphaltbaustoffe, Naturwerkstein, Recycling-/Entsorgungstechnik und Transportbeton hat also mit einem Umsatzanteil von 41% (1.640.952 TDM) maßgeblichen Anteil am Erfolg des Wehrhahn-Konzerns.
Versucht man nun, sich einen Überblick über die Umsatz-/Gewinnrelation zu verschaffen, so wird man enttäuscht, wie nachfolgende Tabelle verdeutlicht:
Einen Gewinn oder gar Verlust sucht man in der Darstellung vergebens. Die Ursache liegt darin begründet, dass das Ergebnis und der Steueraufwand im sonstigen betrieblichen Aufwand enthalten sind. Der Wehrhahn-Konzern beruft sich hier auf eine "Erleichterung", die das Publizitätsgesetz einräumt. Es stellt aber auch gleichzeitig eine Möglichkeit dar, den Gewinn zu verschleiern, was im vorliegenden Fall aus Sicht der Bürgerinitiative offenkundig ist! Nachfolgend die Begründung: Im Erläuterungsteil eines Geschäftsberichtes findet man immer die wesentlichen Positionen eines Kontos (hier: Sonstige Betriebliche Aufwendungen) wieder. Notiert man die hier erwähnten Aufwandsblöcke und subtrahiert diese vom Gesamtwert der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, so ergibt sich folgendes Bild:
D.h. nahezu eine Milliarde DM (!) bleiben als zu erklärender Betrag offen und bilden somit die Grundlage für den Gewinn und den Steueraufwand. Gehen wir nur einmal davon aus, dass die Hälfte dieses Betrages den Gewinn darstellt, so haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinn inklusive des
So stellen die Verantwortlichen der Wehrhahn-Gruppe auch zufrieden fest ..."Das Gesamtergebnis der Gruppe war wiederum erfreulich." Später wird diese Aussage weiter spezifiziert, denn offensichtlich war der Basaltbereich einer der herausragenden Geschäftsbereiche. Unter der Überschrift "Gut behauptet in schwierigem Umfeld" schreibt man: ..."In diesem widrigen Umfeld behauptete sich die Basalt-Gruppe als einer der bedeutenden Baustoffproduzenten von Natursteinen und Asphaltmischgut in Deutschland. Durch regionale Großprojekte....die ICE-Strecke Köln-Frankfurt entwickelten sich die Versandmengen besser als der Markt. Der Versand von Naturstein, Kies und Sand konnte mit 47 Mio. Tonnen weiterhin auf hohem Niveau gehalten werden..." "...Kostensteigerungen bei Bitumen, Heizöl und Treibstoffen, die am Markt überwiegend weitergegeben werden konnten."..."Das Gesamtergebnis des Geschäftsbereiches Natursteine war wiederum erfreulich." Auch strategisch ist man im abgelaufenen Jahr bei Wehrhahn wieder ein Stückchen weiter gekommen. "Im Frühjahr 2001 hat der Geschäftsbereich Naturstein alle Geschäftsanteile an der Nassauischen Mischwerke GmbH, Diez, erworben. Mit diesem Erwerb wurden die Aktivitäten im nördlichen Rheinland-Pfalz und in Mittelhessen ideal ergänzt." "Im Jahr 2000 wurde neben einigen kleinen Akquisitionen durch den Erwerb der restlichen Anteile der Jean Uhrmacher GmbH & Co. KG (50%) die Rohstoffversorgung in der Region Westerwald langfristig gesichert." (Anm.: es handelt sich hier offensichtlich um den Steinbruch in Enspel, denn die Verwaltungsgesellschaft Jean Uhrmacher m.b.H. wird im Beteiligungsverzeichnis der Wehrhahngruppe mit einem Anteil von 100% und dem Firmensitz in Enspel ausgewiesen. Zu 3: Zusammenfassung Die Analyse des Geschäftsberichtes des Wehrhahnkonzerns ergab, dass es unsere Bürgerinitiative und die Gemeinde Dornburg mit der BAG resp. der Wehrhahngruppe mit einem (über)mächtigen Gegner zu tun hat. Wir müssen davon ausgehen, dass der Konzern die finanziellen Möglichkeiten besitzt, Gegner oder strategische Personen "zu überzeugen". Nachfolgende Daten galten per 31.12.2000 · über 240 Unternehmen gehören zum Konzern |
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